Zwei Wochen in einer attraktiven Metropole selbständig und konzentriert an einem Medienprojekt zu arbeiten. In den Genuss dieses Privilegs kamen 20 Schülerinnen und Schüler der beiden 12. Klassen Mediengestalter der Berufsschule II Bamberg dank der großzügigen Förderung durch das Austauschprogramm Erasmus+ der Europäischen Union. Zusammen mit Studiendirektor Ecker machten sich die Schüler im September 2019 auf den Weg in die finnische Hauptstadt Helsinki. Bereits im Vorfeld haben sich die Teilnehmer mit der Projektaufgabe auseinander gesetzt und erste Ideen gesammelt. Die Schülerinnen und Schüler sollten in einer Foto- oder Videoproduktion die Menschen, die Stadt, die Umgebung, die Architektur oder die Natur einfangen. Nach einer Stadtführung und dem Besuch unserer Partnerschule omnia in der nahegelegenen Stadt Espoo wurde die Projektidee konkretisiert und in einer schriftlichen Projektbeschreibung festgehalten. Nun ging es daran, Material zu sammeln, Aufnahmen zu erstellen, mit Bild- oder Videobearbeitung das Beste aus den Aufnahmen herauszuholen. Dabei galt es immer, mit einem selbstkritischen Blick das bisher Erreichte zu reflektieren. Der begleitende Lehrer stand in dieser Projektphase nur beratend zur Seite. In der zweiten Woche wurde die Gruppe von Studienrat Müller betreut. In dieser Phase galt es, die Medien zusammen zu führen und in eine präsentationsfähige Form zu bringen. Schließlich wurden die Arbeiten Ende der zweiten Woche in unserer Partnerschule omnia präsentiert. Die Arbeiten zeigen einen großen Ideenreichtum. Neben einer Videodokumentation und einem Imagefilm entstand eine breite Vielfalt an Printprodukten. Ob Postkarten von Helsinki bei Nacht, ein Puzzle mit Kontrasten der Stadt, einer Broschüre „Escape to Helsinki Islands“ oder Projekte über persönliche Begegnungen mit Einwohnern von der Stadt, die Schüler versuchten Land und Leute bestmöglich fest zu halten. Die Aufzählung nennt nur Beispiele, denn insgesamt entstanden 13 Arbeiten, die auch Begeisterung bei dem für uns zuständigen Betreuer von omnia hervorrief.

Die Projektphasen wurden immer wieder durch touristische und kulturelle Unternehmungen aufgelockert. So stand der Besuch der Inseln Suomenlinna und Seurasaari ebenso auf dem Programm, wie ein Besuch eines Eishockeyspiels, des Nuuksio-Nationalparks und des zeitgenössischen Kunstmuseums Kiasma.