Verantwortung für sich – Verantwortung für ANDERE übernehmen. Mit diesem Gedanken beschäftigten sich im Ethikunterricht die Klassen der Berufsschule II (NHB12/ KFR10M) und  Berufsschule III (WEB10).

Verantwortung für andere zu übernehmen meint einerseits, sich um seinen Nächsten zu kümmern, aber auch über „den Tellerrand“ hinauszuschauen. Wie kann der einzelne Mensch aktiv und uneigennützig helfen?

Jürgen Lütke-Wenning und Susanne Wolf, beide Mitglieder des gemeinnützigen Vereins FriendCircle erzählten live von den Erlebnissen, die sie im Flüchtlingslager in Bangladesch 2018 erlebt haben, wie sie Verantwortung für andere übernommen und ihnen geholfen haben. Alle Reisekosten werden von den Helfern eigenständig übernommen, so dass alle Spenden in die Projektarbeit fließen können.

Herr Lütke-Wenning und weitere 4 Helfer kamen aus Deutschland als Touristen in das Flüchtlingslager und knüpften Kontakt mit Personen aus diesem Lager. Die Helfer kleideten sich landestypisch, um schnelleren Kontakt zu den Einheimischen aufnehmen zu können. Nachdem feststand, was das Wichtigste für die Menschen in diesem Lager war, wurde entsprechend der Bedürfnisse geplant und organisiert.

Es wurden mit Hilfe der Flüchtlinge 7 Brunnen gebaut, einige Hütten als medizinisches Versorgungslager errichtet und eine medizinische Grundversorgung für Kinder und Erwachsene eingerichtet. Zusätzlich wurden Solarlampen gekauft, um den Weg zu den Toiletten nachts sicherer zu gestalten.

Darüber hinaus unterstützten die deutschen Helfer auch einheimische Bedürftige, indem 25 kg Reis pro Familie gekauft und gespendet wurden.

Dem Verein FreindCircle ist es wichtig, dass die Hilfe jeden unabhängig von religiösen Hintergründen erreicht.

Dies können sie mit Spenden, die der gemeinnützige Verein erhält bewältigen. Sie sind selber vor Ort, verhandeln die Preise und tätigen persönlich die Einkäufe, wie zum Beispiel die der 500 Solarlampen.

Bewegt durch die Bilder und Eindrücke von Herr Lütke-Wenning fand im Anschluss noch eine gewinnbringende Diskussion statt.

Schüler und Lehrer waren betroffen von den Sorgen und Nöten der Menschen in anderen Ländern und bedankten sich bei den Referenten für den beindruckenden Blick „über den Tellerrand“.

Ursula Richter und Cornelia Recksiek